Ein Ordner mit 80 GB soll auf ein Laufwerk mit 90 GB freiem Platz. Das klingt ausreichend, kann aber je nach Vorgang knapp werden: Entpacken, Umwandeln oder zusätzliche Zwischenstände benötigen weiteren Speicher. Außerdem können Grenzen einzelner Dateien eine Rolle spielen. Prüfen Sie vor einer langen Übertragung deshalb nicht nur eine Kapazitätszahl, sondern den gesamten vorgesehenen Ablauf.
Quelle und Ziel richtig messen
Lassen Sie die Größe des gesamten ausgewählten Bestands ermitteln, einschließlich Unterordnern. Warten Sie, bis die Berechnung abgeschlossen ist. Bei Cloud-Platzhaltern unterscheiden sich angezeigte Dateigröße und lokal belegter Platz. Für den Download zählt, wie viel vollständiger Inhalt gespeichert werden muss, nicht nur der bisherige lokale Verbrauch.
Prüfen Sie das konkrete Ziellaufwerk und bei Cloud-Diensten zusätzlich das Kontingent des richtigen Kontos. Verwechseln Sie freien Speicher auf dem Computer nicht mit freiem Online-Speicher. Ein synchronisierter Ordner kann beide Grenzen berühren. Notieren Sie, welche Kopien während des Vorgangs gleichzeitig vorhanden sein werden.
Dateigröße und Arbeitsreserve berücksichtigen
Eine einzelne große Datei kann an der Grenze des Dateisystems scheitern, obwohl das Laufwerk insgesamt genügend freien Platz hat. FAT32 ist dafür ein bekanntes Beispiel. Prüfen Sie vor einer Änderung des Dateisystems die Kompatibilität mit den benötigten Geräten und sichern Sie vorhandene Inhalte. Formatieren darf nicht die spontane Reaktion auf eine unklare Fehlermeldung sein.
Bei einem ZIP-Download müssen möglicherweise Archiv und entpackter Inhalt gleichzeitig Platz finden. Bei Videoexporten bleibt neben dem Quellmaterial die neue Ausgabe erhalten. Rechnen Sie solche konkreten Schritte ein, statt eine beliebige pauschale Reserve zu wählen. Auch das Systemlaufwerk kann für temporäre Verarbeitung benötigt werden.
Kontrolliert übertragen
Schließen Sie unnötige große Aufgaben und halten Sie den Computer während der Übertragung ausreichend mit Strom versorgt. Bei sehr großen Beständen können logisch getrennte Teilmengen die Fehlerkontrolle erleichtern. Führen Sie eine einfache Liste abgeschlossener Bereiche, damit nach einer Unterbrechung keine Teile versehentlich ausgelassen werden.
Kontrollieren Sie nach dem Kopieren Dateizahl, Größen und wichtige Stichproben. Entfernen Sie Ausgangsdateien erst nach erfolgreicher Prüfung und mit geklärter Sicherung. Speicher freizumachen, indem man während einer unbestätigten Übertragung die einzige Quelle löscht, nimmt gerade die Reserve weg, die bei einem Fehler gebraucht würde.
