Ein externes Laufwerk, das dauerhaft angeschlossen bleibt, ist bequem. Es kann aber auch von Fehlern oder Schadsoftware auf dem Computer erreicht werden. Eine getrennt aufbewahrte Sicherung reduziert diese gemeinsame Erreichbarkeit. Damit sie im Ernstfall nützt, muss sie dennoch regelmäßig aktualisiert, verständlich beschriftet und auf Wiederherstellbarkeit geprüft werden. Einfach ein altes Laufwerk in eine Schublade zu legen reicht dafür nicht.
Eine klare Rolle festlegen
Entscheiden Sie, welche Daten diese Kopie schützt und welchen Stand sie enthält. Sie kann beispielsweise besonders wichtige Dokumente und Originalfotos ergänzend sichern. Notieren Sie das Datum der letzten erfolgreichen Aktualisierung, nicht bloß den Tag, an dem das Laufwerk zuletzt angeschlossen wurde. Ein abgebrochener Auftrag darf nicht wie eine fertige Sicherung aussehen.
Eine getrennte Kopie muss nicht jedes kurzfristige Arbeitsdetail abdecken. Wenn sie nur wöchentlich aktualisiert wird, können entsprechend jüngere Änderungen fehlen. Ergänzen Sie für laufende Arbeit einen geeigneten häufigeren Sicherungsweg. Die verschiedenen Kopien sollten zusammen einen nachvollziehbaren Schutz ergeben, statt unklar dieselbe Aufgabe zu behaupten.
Aktualisieren und danach trennen
Verbinden Sie das Laufwerk für die vorgesehene Sicherung, warten Sie auf deren Abschluss und prüfen Sie gemeldete Fehler. Wer zwei geeignete Datenträger abwechselnd nutzt, kann während einer Aktualisierung einen früheren getrennten Stand behalten. Dieser Ablauf braucht klare Kennzeichnungen, damit nicht versehentlich immer nur dasselbe Gerät verwendet wird.
Werfen Sie das Laufwerk nach dem Abschluss über das Betriebssystem aus und trennen Sie es. Bewahren Sie es so auf, dass es nicht demselben wahrscheinlichen Verlust wie der Computer ausgesetzt ist. Bei vertraulichen Daten gehören Verschlüsselung und ein sicher erreichbarer Wiederherstellungsschlüssel dazu.
Die Grenzen verstehen
Offline bedeutet nicht unzerstörbar. Ein Laufwerk kann altern, beschädigt werden oder seinen Schlüssel verlieren. Öffnen Sie bei regelmäßigen Tests ausgewählte Dateien aus der Sicherung und prüfen Sie auch ältere Stände. CISA nennt getrennte verschlüsselte Sicherungen und Wiederherstellungstests gemeinsam, weil die bloße Trennung keine Lesbarkeit garantiert.
Bei einem vermuteten Schadsoftwarevorfall schließen Sie eine saubere getrennte Sicherung nicht sofort an den möglicherweise betroffenen Computer an. Klären Sie zunächst die Bereinigung beziehungsweise einen geeigneten sauberen Wiederherstellungsort. Die Kopie erfüllt ihren Zweck nur, wenn sie nicht während einer unüberlegten Fehlersuche demselben Problem ausgesetzt wird.
