Eine externe Sicherung kann sehr persönliche Informationen enthalten und zugleich leicht verloren gehen. Verschlüsselung begrenzt den Zugriff auf die gespeicherten Daten, wenn das Laufwerk in fremde Hände gerät. Sie schützt jedoch nicht vor einem Defekt und hilft nicht, wenn der einzige Schlüssel mit dem Computer verloren geht. Planen Sie deshalb Einrichtung, Zugang und Wiederherstellung gemeinsam.
Die Methode zum Sicherungsablauf passend wählen
Prüfen Sie, welche Verschlüsselung die Sicherungssoftware oder das Betriebssystem unterstützt. Eine verschlüsselte Sicherungsdatei und ein vollständig verschlüsseltes Laufwerk sind unterschiedliche Ansätze. Entscheidend ist, ob Sie den Bestand auf einem vorgesehenen Ersatzgerät wieder öffnen können und welche Programme dafür nötig sind.
Lesen Sie vor der Umstellung, ob vorhandene Sicherungen erhalten bleiben. Apple beschreibt beispielsweise unterschiedliche Auswirkungen je nach Art des Time-Machine-Ziels. Gehen Sie nicht davon aus, dass eine nachträgliche Aktivierung überall ohne Löschen möglich ist. Eine weitere geprüfte Kopie sollte vorhanden sein, bevor Sie die einzige Sicherung grundlegend verändern.
Den Schlüssel getrennt absichern
Verwenden Sie ein geeignetes starkes Passwort oder den vorgesehenen Wiederherstellungsschlüssel und bewahren Sie die Information geschützt auf. Sie darf nicht ausschließlich auf dem zu sichernden Computer liegen. Wenn ein Passwortmanager verwendet wird, muss dessen eigener Wiederherstellungsweg ebenfalls bekannt und erreichbar sein.
Eine offen neben dem Laufwerk liegende Notiz hebt den Schutz bei gemeinsamem Verlust weitgehend auf. Eine getrennte geschützte Aufbewahrung kann dieses Risiko reduzieren. Für gemeinsam verwaltete Daten sollte geregelt sein, welche berechtigte Person im Notfall Zugang erhält. Die allgemeine Sicherungsanleitung beschreibt diesen Weg, enthält aber nicht zwangsläufig das Geheimnis selbst.
Den Verlust beider Geräte mitdenken
Liegt das verschlüsselte Laufwerk zusammen mit dem Laptop in derselben Tasche, können beide gleichzeitig verschwinden. Ist der einzige Schlüssel auf dem Laptop gespeichert, scheitert auch die spätere Nutzung einer wiedergefundenen Sicherung. Prüfen Sie diesen Fall gedanklich Schritt für Schritt: Welches Ersatzgerät wäre verfügbar, woher käme die Entsperrinformation und welche Anwendung würde benötigt?
Der Test muss keine echten Geheimnisse offenlegen. Es genügt zunächst, die erreichbaren Wege festzustellen und anschließend mit einer unkritischen Testdatei die Entschlüsselung zu prüfen. Dokumentieren Sie fehlende Voraussetzungen und beheben Sie sie, solange alle Geräte noch vorhanden sind. So wird aus einer aktivierten Verschlüsselungsoption ein tatsächlich nutzbarer Schutz mit Wiederherstellungsmöglichkeit.
Entsperren und Wiederherstellen testen
Trennen Sie das Laufwerk nach abgeschlossener Einrichtung ordnungsgemäß und verbinden Sie es für einen Test erneut. Prüfen Sie, ob der Zugriff mit der vorgesehenen Methode funktioniert. Stellen Sie eine unwichtige Datei an einem getrennten Ort wieder her. Ein entsperrtes Laufwerk allein beweist noch nicht, dass die Sicherungsdaten vollständig nutzbar sind.
Beachten Sie, dass ein entsperrtes und angeschlossenes Laufwerk für laufende Anwendungen erreichbar sein kann. Verschlüsselung im Ruhezustand ersetzt deshalb keine Trennung geeigneter Sicherungskopien und keine Kontrolle des Computers. Halten Sie Testdatum und benötigte Schritte fest, damit die spätere Wiederherstellung nicht von einer einzelnen erinnerten Einstellung abhängt.
