Ein aufgeräumter Kabelweg soll nicht nur auf einem Foto gut aussehen. Sie müssen Geräte weiterhin abstecken, den Tisch bewegen und Fehler finden können. Beginnen Sie deshalb mit einer Bestandsaufnahme: Welche Leitung gehört zu welchem Gerät, welche wird täglich gebraucht und welche hängt nur noch von einer früheren Einrichtung unter dem Tisch?

Vor dem Bündeln zuordnen

Beschriften Sie beide Enden schwer unterscheidbarer Kabel. Dafür genügt eine kurze Bezeichnung wie ‚Monitor links‘ oder ‚Dock Strom‘. Fotografieren Sie bei einem komplexeren Aufbau die Anschlüsse, bevor Sie etwas lösen. Entfernen Sie überflüssige Leitungen erst, wenn ihre Funktion eindeutig geklärt ist.

Planen Sie getrennte Wege für dauerhaft angeschlossene Geräte und solche, die Sie regelmäßig mitnehmen. Das Laptop-Kabel sollte erreichbar bleiben, während die Monitorverbindung unter dem Tisch verlaufen kann. Ein einziger fest verschnürter Strang sieht ordentlich aus, erschwert aber jeden späteren Austausch. Wieder lösbare Halterungen sind dafür meist angenehmer.

Bewegung und Luft berücksichtigen

Lassen Sie an Steckern etwas Spiel, ohne lose Schlaufen in den Fußraum hängen zu lassen. Bei einem höhenverstellbaren Tisch prüfen Sie die gesamte Bewegung vom niedrigsten bis zum höchsten Punkt. Kein Kabel darf dabei straff werden, an einer Kante scheuern oder in die Mechanik geraten. Achten Sie auch auf Stuhlrollen und Schubladen.

Netzteile benötigen eine geeignete Auflage und die vom Hersteller vorgesehene Belüftung. Verstecken Sie sie nicht zusammen mit eng aufgewickelten Leitungen in einem ungeeigneten geschlossenen Behälter. Beschädigte Isolierungen oder ungewöhnliche Erwärmung werden nicht durch eine Kabelhülle behoben. Solche Teile müssen geprüft beziehungsweise ersetzt werden.

Die Stromseite gesondert prüfen

Beachten Sie die Belastungsangaben von Steckdosenleisten und angeschlossenen Geräten. Mehr freie Buchsen bedeuten nicht automatisch mehr zulässige Leistung. Vermeiden Sie improvisierte Verkettungen und verändern Sie keine elektrische Installation selbst. Bei fehlenden geeigneten Steckdosen ist fachkundige Hilfe sinnvoller als eine immer längere Verlängerungskette.

Schließen Sie die Einrichtung mit einem Funktionstest ab: Bild, Netzwerk, Laden und benötigte USB-Geräte. Prüfen Sie anschließend, ob Sie jedes häufig genutzte Kabel einzeln erreichen. Legen Sie ein oder zwei Ersatzhalter in die Schublade. So kann eine spätere Änderung in denselben nachvollziehbaren Aufbau integriert werden, ohne alles wieder auseinanderzunehmen.